Was ist ein Overcall beim Bridge?
Nicht jede Reizung verläuft in Ruhe zwischen zwei Partnern. Sobald ein Gegner eröffnet, kann man mit einem Overcall selbst in die Reizung einsteigen. Dieser Ratgeber erklärt, wie das funktioniert.
Kurz gesagt: Ein Overcall ist ein Gebot, das direkt nach der Eröffnung eines Gegners abgegeben wird, meist mit einer eigenen Farbe von fünf oder mehr Karten und etwa 8 bis 16 Punkten. Der Zweck ist doppelt: die eigene Hand beschreiben, um im Wettbewerb mitzuhalten, und gleichzeitig den Gegnern die weitere Verständigung erschweren.
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Was genau ist ein Overcall?
Sobald ein Gegner die Reizung eröffnet hat, kann der nächste Spieler statt zu passen selbst ein Gebot abgeben. Dieses erste eigene Gebot nach einer gegnerischen Eröffnung nennt man Overcall. Es zeigt in der Regel eine eigene, mindestens fünfkartige Farbe.
Welche Punkte und Verteilung braucht man für einen Overcall?
| Stufe | Übliche Punkte | Farblänge |
|---|---|---|
| Stufe 1 | 8 bis 16 | Fünf Karten oder mehr |
| Stufe 2 | 10 bis 16 | Fünf Karten oder mehr, gute Qualität |
Ein Overcall auf Stufe zwei verlangt wegen des höheren Risikos meist eine etwas bessere Farbe als ein Overcall auf Stufe eins.
Warum unterscheidet sich ein Overcall von einer Eröffnung?
Bei einer normalen Eröffnung ist der Punktebereich sehr breit, von 12 bis weit über 20 Punkten. Ein Overcall dagegen hat eine engere Spanne, weil er zusätzlich zur eigenen Stärke auch eine spielbare Farbenqualität voraussetzt. Ein Blatt mit 12 Punkten, aber schwacher, kurzer Verteilung eignet sich oft weniger gut für einen Overcall als eine Hand mit weniger Punkten, aber einer langen, starken Farbe.
Ein Beispiel für einen Overcall
Der Gegner eröffnet mit 1 Herz. Der nächste Spieler hat eine gute fünfkartige Pikfarbe und etwa 10 Punkte und overcallt mit 1 Pik. Er zeigt damit direkt eine spielbare Alternative und nimmt dem eigenen Partner gleichzeitig eine natürliche Antwortmöglichkeit auf 1 Herz weg.
Was ist der Unterschied zu einem Takeout-Doppel?
Ein Overcall zeigt eine konkrete, eigene Farbe. Ein Takeout-Doppel dagegen zeigt meist Unterstützung für mehrere andere Farben und bittet den Partner, selbst eine Farbe zu wählen. Beide sind kompetitive Werkzeuge, beschreiben aber unterschiedliche Handtypen und werden deshalb in unterschiedlichen Situationen eingesetzt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Overcall beim Bridge?
Ein Gebot, das direkt nach der Eröffnung eines Gegners abgegeben wird und meist eine eigene fünfkartige oder längere Farbe zeigt.
Wie viele Punkte braucht man für einen Overcall?
Auf Stufe eins meist 8 bis 16 Punkte, auf Stufe zwei meist 10 bis 16 Punkte mit einer besonders guten Farbe.
Warum bietet man einen Overcall statt zu passen?
Um die eigene Farbe zu beschreiben, im Wettbewerb um den Kontrakt mitzuhalten und den Gegnern die weitere Verständigung zu erschweren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Overcall und einem Takeout-Doppel?
Ein Overcall zeigt eine konkrete eigene Farbe, ein Takeout-Doppel zeigt Unterstützung für mehrere andere Farben und überlässt die Wahl dem Partner.
Braucht ein Overcall auf Stufe zwei mehr Punkte als auf Stufe eins?
Ja, wegen des höheren Risikos verlangt ein Overcall auf Stufe zwei meist etwas mehr Punkte oder eine bessere Farbqualität.