Ablauf Der Reizung

Wie laufen die Reizregeln beim Bridge ab?

Neben dem Inhalt der Gebote gibt es feste Verfahrensregeln, die jede Reizung strukturieren. Dieser Ratgeber erklärt, wer wann an der Reihe ist und wie die Reizung endet.

Kurz gesagt: Die Reizung beginnt beim Geber und läuft im Uhrzeigersinn weiter. Jeder Spieler hat vier Möglichkeiten: höher bieten, passen, doppeln oder redoppeln. Ein Gebot muss immer höher sein als das zuletzt genannte Gebot, entweder auf einer höheren Stufe oder in einer ranghöheren Farbe auf derselben Stufe. Sobald drei Spieler nacheinander passen, endet die Reizung, und das letzte aktive Gebot wird zum Kontrakt.

Wer beginnt die Reizung und in welcher Reihenfolge?

Die Reizung beginnt immer beim Geber, also der Person, die die Karten ausgeteilt hat. Von dort aus geht es im Uhrzeigersinn weiter: Geber, dann der Spieler zu seiner Linken, und so weiter, bis die Reizung endet. Diese feste Reihenfolge gilt für die gesamte Reizung, auch nachdem einzelne Spieler bereits gepasst haben.

Welche Optionen hat man bei jedem Zug?

1

Bieten

Ein neues Gebot abgeben, das höher ist als das zuletzt genannte Gebot.

2

Passen

Kein neues Gebot abgeben und die Reihe an den nächsten Spieler weitergeben.

3

Doppeln

Das letzte gegnerische Gebot doppeln, um bei Erfüllung höhere Prämien oder bei Scheitern höhere Strafpunkte zu erzielen.

4

Redoppeln

Ein gegnerisches Doppel des eigenen Gebots erneut verschärfen, wenn man sich sehr sicher ist.

Was bedeutet höher bieten beim Reizen?

Ein neues Gebot muss entweder auf einer höheren Stufe liegen oder, bei gleicher Stufe, in einer ranghöheren Farbe. Die Rangfolge der Farben lautet von niedrig nach hoch: Kreuz, Karo, Herz, Pik, Sans Atout. Wurde zuletzt 1 Herz geboten, kann der nächste Spieler mit 1 Pik oder 1 Sans Atout überbieten, ohne die Stufe zu erhöhen, oder mit 2 Kreuz auf eine höhere Stufe wechseln.

Was bedeuten doppeln und redoppeln?

Ein Doppel wird meist eingesetzt, wenn man glaubt, dass der Gegner seinen Kontrakt nicht erfüllen wird. Es verdoppelt die Strafpunkte bei einem Scheitern, erhöht aber auch die Prämie für den Gegner, falls er den Kontrakt trotzdem erfüllt. Ein Takeout-Doppel dagegen hat eine andere, kompetitive Bedeutung und bittet den Partner, eine eigene Farbe zu zeigen. Ein Redoppel ist die Antwort auf ein gegnerisches Doppel und erhöht die Punkte auf beiden Seiten noch einmal deutlich.

Wann endet die Reizung?

Die Reizung endet, sobald drei Spieler nacheinander passen. Wichtig ist, dass mindestens ein Gebot vorausgegangen sein muss. Passen alle vier Spieler direkt zu Beginn, gibt es keinen Kontrakt, und die Karten werden ohne Wertung neu gegeben. Das letzte, nicht überbotene Gebot wird zum endgültigen Kontrakt, und die Partei, die diese Farbe oder Sans Atout zuerst genannt hat, stellt den Alleinspieler.

Häufig gestellte Fragen

Wer beginnt die Reizung beim Bridge?

Der Geber beginnt die Reizung, danach geht es im Uhrzeigersinn weiter.

Wie viele Optionen hat man bei jedem Zug?

Vier: bieten, passen, doppeln oder, nach einem gegnerischen Doppel, redoppeln.

Wann endet die Reizung beim Bridge?

Die Reizung endet, sobald drei Spieler nacheinander passen und mindestens ein Gebot vorausgegangen ist.

Was bedeutet ein Doppel beim Reizen?

Ein Doppel erhöht die Strafpunkte, falls der gegnerische Kontrakt scheitert, aber auch die Prämie, falls er trotzdem erfüllt wird.

Was passiert, wenn alle vier Spieler passen?

Dann gibt es keinen Kontrakt für diese Runde. Die Karten werden ohne Wertung neu gegeben.

Wie geht es weiter?