Was Ist Turnierbridge (Duplicate Bridge)?
Turnierbridge ist die Wettkampfform des Bridge, wie sie in Vereinen und bei offiziellen Meisterschaften gespielt wird. Diese Seite erklärt das Prinzip, den Ablauf und wo Sie es in Deutschland, Österreich und der Schweiz spielen können.
Kurz gesagt: Turnierbridge, im Englischen Duplicate Bridge, ist die Wettkampfform des Kontraktbridge, bei der dieselben ausgeteilten Karten an mehreren Tischen von unterschiedlichen Paaren gespielt werden. Dadurch wird das Ergebnis nicht durch gutes oder schlechtes Kartenglück verzerrt, sondern spiegelt tatsächlich wider, wer die Karten besser gereizt und gespielt hat.
Auf dieser Seite
Wie Funktioniert Das Prinzip Von Turnierbridge?
Beim Turnierbridge werden dieselben ausgeteilten Karten, sogenannte Boards, nacheinander an mehreren Tischen von unterschiedlichen Paaren gespielt. Am Ende vergleicht man, wie gut jedes Paar mit exakt denselben Karten abgeschnitten hat. Dadurch spielt reines Kartenglück kaum noch eine Rolle: Wer gewinnt, hat die vorhandenen Karten nachweislich besser gereizt und ausgespielt als die anderen Paare.
Was Unterscheidet Turnierbridge Von Rubberbridge?
Bei Rubberbridge, der klassischen Heimvariante, spielt ein festes Paar über mehrere Runden gegen dasselbe gegnerische Paar, und das Kartenglück gleicht sich im besten Fall über den Abend aus. Beim Turnierbridge werden dieselben Karten dagegen bewusst mehrfach an verschiedenen Tischen gespielt, damit ein Vergleich unabhängig vom Zufall möglich ist. Die ausführliche Gegenüberstellung finden Sie im Ratgeber Rubberbridge vs. Turnierbridge.
Wie Läuft Eine Turnierrunde Konkret Ab?
Ein Turnierabend besteht meist aus mehreren Boards, die reihum an verschiedene Tische wandern. Jedes Paar spielt dieselben Karten wie andere Paare, jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten am Abend. Nach jeder Runde wechseln entweder die Boards oder die Gegner, sodass am Ende ein möglichst breiter Vergleich zwischen den teilnehmenden Paaren entsteht.
Wie Wird Beim Turnierbridge Gewertet?
Statt der reinen Stichpunkte wird beim Turnierbridge meist mit Matchpoints oder internationalen Vergleichspunkten (IMPs) gewertet. Dabei zählt nicht die absolute Punktzahl einer Runde, sondern wie gut das eigene Ergebnis im Vergleich zu allen anderen Paaren war, die dieselben Karten gespielt haben. Die Grundlagen der reinen Stichwertung erklärt der Ratgeber Bridge Punktewertung.
Wie Ist Turnierbridge In Deutschland Organisiert?
Der Deutsche Bridge-Verband (DBV) organisiert den offiziellen Turnierbetrieb, von Vereinsabenden bis zu nationalen Meisterschaften, und vergibt eigene Ranglistenpunkte für regelmäßige Teilnehmer. In Österreich übernimmt diese Rolle der Österreichische Bridgesport-Verband, in der Schweiz die Schweizer Bridge Federation.
Wo Kann Man Turnierbridge Spielen?
Die meisten Bridgevereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten regelmäßige Turnierabende an, die über die jeweilige Vereinssuche der nationalen Verbände zu finden sind. Auch turnierbridge.de, die Lernplattform des DBV, bietet Einblicke in den Turnierbetrieb. Online lässt sich Turnierbridge unter anderem auf Bridge Base Online spielen.
Häufig Gestellte Fragen
Was bedeutet Duplicate beim Bridge?
Duplicate bezeichnet die Praxis, dieselben ausgeteilten Karten mehrfach an unterschiedlichen Tischen zu spielen, damit das Ergebnis nicht vom Kartenglück, sondern von der Spielstärke abhängt. Im Deutschen wird dafür meist der Begriff Turnierbridge verwendet.
Warum spielt beim Turnierbridge das Kartenglück keine Rolle?
Weil dieselben Karten von mehreren Paaren gespielt werden, wird jedes Paar unter identischen Bedingungen verglichen. Ein besonders gutes oder schlechtes Blatt trifft also alle Teilnehmenden gleichermaßen.
Wie wird beim Turnierbridge gewertet?
Meist mit Matchpoints oder internationalen Vergleichspunkten, kurz IMPs. Beide Systeme vergleichen das eigene Ergebnis mit dem anderer Paare, die dieselben Karten gespielt haben, statt nur die absolute Punktzahl zu betrachten.
Muss man Mitglied im DBV sein, um Turnierbridge zu spielen?
Für gelegentliche Vereinsabende ist eine Mitgliedschaft oft nicht zwingend nötig, für die Teilnahme an offiziellen Ranglistenturnieren und um Ranglistenpunkte zu sammeln, ist eine Mitgliedschaft im Deutschen Bridge-Verband in der Regel erforderlich.
Was ist der Unterschied zu Kontraktbridge zu Hause?
Reizung und Kartenspiel folgen denselben Grundregeln. Turnierbridge fügt lediglich die Struktur hinzu, dieselben Karten an mehreren Tischen zu spielen und die Ergebnisse vergleichend zu werten.